EZB-Einlagensatz2,25 %● unverändert
EZB-Hauptrefinanzierung2,40 %● unverändert
EZB-Spitzenrefinanzierung2,65 %● unverändert
Euribor 3 Monate ø2,10 %▼ −0,02 Pp.
Existenzgründungen 2025 (DE)277.000● unverändert
EZB-Einlagensatz2,25 %● unverändert
EZB-Hauptrefinanzierung2,40 %● unverändert
EZB-Spitzenrefinanzierung2,65 %● unverändert
Euribor 3 Monate ø2,10 %▼ −0,02 Pp.
Existenzgründungen 2025 (DE)277.000● unverändert

Quellen: Europäische Zentralbank, IfM Bonn (Existenzgründungsstatistik, jährlich) · Stand: 06.09.2026, 01:58 Uhr

Anbietertest · Accountable · Stand August 2026

Accountable Geschäftskonto im Test 2026

Keine klassische Bank, sondern eine Steuer-App mit kostenlosem Geschäftskonto — für Selbstständige ohne Steuerberater.

Jetzt Firmenkonto vergleichen

Auf einen Blick

Tarife
5 (Free bis Taxes)
Günstigster Einstieg
0 € (Free)
Vollständige Steuererklärung
ab 29,90 €/Monat (Taxes)
Zielgruppe
nur Einzelunternehmer/Freiberufler
Nutzer
über 100.000 in Deutschland/Belgien

Angaben aus dem aktuellen Accountable-Preisverzeichnis sowie öffentlichen Testberichten. Konditionen können sich ändern. Stand 5. August 2026.

Firmenkonten im Vergleich

Sehen Sie, wie sich Accountable gegen weitere Anbieter schlägt.

Redaktion: firmenkonto-24.deAktualisiert: 6. September 2026Lesezeit: 8 Min.Anzeige / Affiliate-Links

Accountable unterscheidet sich fundamental von den meisten anderen Anbietern in diesem Vergleich: Es handelt sich in erster Linie nicht um ein klassisches Bankprodukt, sondern um eine App-first-Steuer- und Buchhaltungslösung speziell für Solo-Selbstständige und Freiberufler, bei der ein kostenloses Geschäftskonto als Zusatzleistung enthalten ist — nicht umgekehrt. Über 100.000 Selbstständige und Freiberufler in Deutschland und Belgien nutzen die App bereits.

Was macht Accountable im Kern anders als ein klassisches Geschäftskonto?

Kurzantwort

Das zentrale Alleinstellungsmerkmal von Accountable ist die direkte Übermittlung von Steuererklärungen — Umsatzsteuer-Voranmeldung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Einkommensteuer und sogar die Gewerbesteuererklärung — per ELSTER-Anbindung unmittelbar aus der App ans Finanzamt, ohne dass dafür ein Steuerberater benötigt wird. Begleitet wird dies durch einen KI-gestützten virtuellen Steuerberater sowie echte menschliche Steuer-Coaches für Rückfragen, ergänzt um eine Steuergarantie: Entstehen durch einen Fehler der App Steuernachforderungen, erstattet Accountable diese bis zu einer Höhe von 500 Euro.

Welche fünf Tarife bietet Accountable an, und ab welchem Tarif lassen sich Steuererklärungen tatsächlich übermitteln?

Accountable-Tarife im Überblick · Stand September 2026
TarifPreis (netto/Monat)Steuererklärung an Finanzamt
Free0 €nein
Plusgünstiger Mitteltarifnein
Taxesab 29,90 € (Jahresabo)ja, per ELSTER

Wer lediglich Rechnungen schreiben und Belege verwalten möchte, kommt mit den Tarifen Free oder Plus aus. Die volle Funktionalität — insbesondere die direkte Übermittlung sämtlicher Steuererklärungen ans Finanzamt — ist ausschließlich im Tarif „Taxes" ab 29,90 Euro netto pro Monat im Jahresabo enthalten. Diese Preisstufe sollte bei einem Kostenvergleich mit reinen Geschäftskonto-Anbietern berücksichtigt werden, da sie funktional einen Steuerberater teilweise ersetzt, nicht nur ein Bankkonto darstellt.

Stimmt es, dass Accountable wegen der Bezeichnung „KI-Steuerberater“ verklagt wurde?

Kurzantwort

Ja — die Steuerberaterkammer Berlin reichte im Februar 2026 beim Landgericht Berlin II Klage gegen Accountable ein (Az. 61 O 90/26) und stützt sich dabei auf drei Punkte: Die Bezeichnung „KI-Steuerberater“ verstoße gegen § 43 StBerG, da der gesetzlich geschützte Titel „Steuerberater“ nur von kammerbestellten Personen geführt werden darf und ein vorangestelltes „KI“ daran nichts ändere; die sogenannten „Steuercoaches“ leisteten zudem Hilfe in Steuersachen, ohne selbst als Steuerberater zugelassen zu sein, was gegen § 5 StBerG verstoße; und die Werbung erwecke insgesamt einen irreführenden Eindruck einer nicht bestehenden Qualifikation im Sinne von § 5 UWG. Der Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg unterstützt das Vorgehen der Kammer öffentlich, betont dabei aber ausdrücklich, dass die Steuerberatung technologischen Entwicklungen grundsätzlich offen gegenüberstehe — es geht also nicht um eine grundsätzliche Ablehnung von KI-Werkzeugen, sondern um die konkrete Bezeichnung und Außendarstellung.

Accountable selbst weist in den eigenen Nutzungsbedingungen darauf hin, dass die Tax Coaches keine zugelassenen Steuerberaterinnen oder Steuerberater sind und keine rechtsverbindliche Steuerberatung oder rechtliche Vertretung gegenüber dem Finanzamt erteilen — bei weitergehendem Beratungsbedarf vermittelt Accountable stattdessen an Partner-Steuerberatungen zu einem Festpreis. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet der laufende Rechtsstreit vor allem, dass sie sich der rechtlichen Grenzen einer App-basierten Steuerhilfe bewusst sein sollten, auch wenn die inhaltliche Qualität in Bewertungen überwiegend positiv beschrieben wird.

Wie schnell antworten die Tax Coaches, und wie umfangreich ist die E-Rechnungsfunktion?

Kurzantwort

Die Tax Coaches bemühen sich, Anfragen innerhalb von 24 Stunden an Werktagen zu beantworten, außerhalb der Geschäftszeiten steht ergänzend der KI-Steuerberater rund um die Uhr zur Verfügung. Bei der Rechnungsstellung punktet Accountable mit einem für die Branche ungewöhnlich großzügigen Angebot: E-Rechnungen lassen sich unbegrenzt und kostenlos erstellen und versenden, sogar bereits im Free-Tarif — unterstützt werden dabei XRechnung und Peppol beim Versand sowie ZUGFeRD und XRechnung beim Empfang, inklusive automatischer rechtlicher Hinweise für Sonderfälle wie Kleinunternehmer oder Auslandskundschaft.

Wie viele KI-Steuerfragen sind je Tarif enthalten, bevor zusätzliche Kosten anfallen?

Die Anzahl der an den KI-Steuerberater gestellten Fragen ist in den unteren Tarifen begrenzt: 5 Fragen pro Monat in den Tarifen Plus und Buchhaltung, 50 Fragen im Steuern-Tarif, unbegrenzt viele Fragen erst im teuersten Tarif Max. Über alle Plattformen hinweg erreicht Accountable dabei Nutzerbewertungen zwischen 4,6 und 4,8 von 5 Sternen — Schwächen zeigen sich vor allem beim DATEV-Export sowie bei der Eignung für komplexere Unternehmensformen wie die GmbH.

Wie funktioniert das kostenlose Geschäftskonto von Accountable konkret?

Kurzantwort

Bereits im kostenlosen Free-Tarif ist ein Geschäftskonto mit virtueller Debitkarte, unbegrenzten Rechnungen und einer integrierten Steuerrücklagen-Funktion enthalten — begrenzt sind lediglich die monatlich verarbeitbaren Belege auf fünf Stück. Alternativ lässt sich Accountable auch ganz ohne eigenes Konto nutzen: Externe Bankverbindungen etwa von N26, Commerzbank, Volksbank, Postbank oder Revolut lassen sich direkt einbinden, sodass bereits bestehende Geschäftskonten weiterverwendet werden können, während Accountable ausschließlich für Buchhaltung und Steuern zum Einsatz kommt.

Für welche Unternehmensformen ist Accountable geeignet — und für welche nicht?

Accountable ist ausschließlich für Einzelunternehmer und Freiberufler konzipiert. Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG oder AG können weder ein Konto eröffnen noch die App sinnvoll für ihre Buchhaltung nutzen, da Accountable keinen SKR-03- oder SKR-04-Kontenrahmen unterstützt, wie er für die doppelte Buchführung von Kapitalgesellschaften erforderlich ist. Wer eine Kapitalgesellschaft gründet oder eine Umwandlung plant, sollte frühzeitig auf ein anderes Buchhaltungstool wie sevDesk oder Lexoffice umsteigen.

Wie sicher und GoBD-konform ist die Belegverwaltung bei Accountable?

Accountable erfüllt die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoBD) und speichert sämtliche Belege revisionssicher. Alle Daten liegen dabei auf Servern in Deutschland und der Europäischen Union, das Tool arbeitet vollständig DSGVO-konform — für Selbstständige, die ihre steuerlichen Unterlagen ausschließlich digital verwalten möchten, ohne auf ein externes Rechenzentrum außerhalb der EU angewiesen zu sein, ein relevanter Aspekt bei der Anbieterwahl.

Welche Einschränkungen hat Accountable im Vergleich zu einem klassischen Geschäftskonto?

Kurzantwort

Klassische Bankdienstleistungen wie ein Filialservice, Kreditlinien oder Bargeldeinzahlungen bietet Accountable nicht an — wer auf diese Funktionen angewiesen ist, muss ein zusätzliches, klassisches Geschäftskonto führen und dieses lediglich über die Kontoanbindungsfunktion mit Accountable verknüpfen. Auch die Bankenauswahl für die externe Kontoanbindung ist auf eine begrenzte Zahl von Partnern beschränkt, darunter N26, Commerzbank, Volksbank, Postbank und Revolut — wer ein Konto bei einem nicht unterstützten Anbieter führt, kann dieses gegebenenfalls nicht direkt mit Accountable verbinden.

Wie schneidet Accountable im Vergleich zu spezialisierten Buchhaltungsprogrammen ab?

In unabhängigen Vergleichen wird Accountable meist als beste Wahl für Solo-Selbstständige empfohlen, die ihre Steuererklärung komplett selbst erledigen möchten, ohne einen Steuerberater einzuschalten. Sobald jedoch ein Steuerberater mit DATEV-Anbindung im Spiel ist oder ein Unternehmen zu einer Kapitalgesellschaft wächst, gilt Accountable als weniger geeignet — hier schneiden Alternativen wie Lexoffice oder sevDesk in unabhängigen Vergleichen besser ab, da sie sowohl DATEV-Export als auch die für Kapitalgesellschaften nötigen Kontenrahmen unterstützen.

Für Accountable spricht

  • Direkte Übermittlung aller Steuererklärungen ans Finanzamt ohne Steuerberater
  • Kostenloses Geschäftskonto in jedem Tarif inklusive, auch im Free-Tarif
  • Steuergarantie erstattet bei App-Fehlern Nachforderungen bis 500 Euro
  • GoBD-konforme, revisionssichere Belegspeicherung auf EU-Servern
  • Über 100.000 Nutzer in Deutschland und Belgien

Was Sie bedenken sollten

  • Vollständige Steuerfunktionen erst im teuersten Tarif ab 29,90 Euro verfügbar
  • Ausschließlich für Einzelunternehmer und Freiberufler, nicht für Kapitalgesellschaften
  • Keine klassischen Bankdienstleistungen wie Kreditlinie oder Bargeldeinzahlung
  • Externe Kontoanbindung nur mit einer begrenzten Anzahl an Partnerbanken möglich

Für wen eignet sich Accountable?

Besonders für Solo-Selbstständige und Freiberufler, die ihre Steuererklärungen eigenständig ohne Steuerberater erledigen möchten und dafür eine App-Lösung mit integriertem, kostenlosem Geschäftskonto suchen. Wer eine Kapitalgesellschaft plant oder bereits mit einem Steuerberater über DATEV zusammenarbeitet, sollte zusätzlich Kontist oder Qonto vergleichen.

Häufige Fragen

Kann ich mit Accountable Steuererklärungen ohne Steuerberater einreichen?

Ja, im Tarif „Taxes" (ab 29,90 Euro netto/Monat) lassen sich Umsatzsteuer-Voranmeldung, Einkommensteuer und weitere Erklärungen direkt per ELSTER aus der App übermitteln.

Kann eine GmbH ein Accountable-Konto eröffnen?

Nein, Accountable ist ausschließlich für Einzelunternehmer und Freiberufler konzipiert und unterstützt keinen SKR-03/04-Kontenrahmen für Kapitalgesellschaften.

Muss ich das Accountable-eigene Konto nutzen?

Nein, alternativ lassen sich auch externe Bankverbindungen etwa von N26, Commerzbank oder Postbank direkt einbinden.

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